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Citytour Hamburg: Ottensen/ Mottenburg

Citytour Hamburg: Ottensen/ Mottenburg

Ottensen war über 100 Jahre lang ein von Industrie geprägter Stadtteil. Seit 1640 gehörte der Ort zu Dänemark, nach dem Dänisch-Preußischen Krieg 1866 unter Otto v. Bismarck zu Preußen und damit zum Deutschen Zollgebiet. So nahe an der Freien und Hansestadt Hamburg war Ottensen ein idealer Standort für Industriebetriebe, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jh. hier vermehrt ansiedelten.

Dazu gehörten vor allem Maschinenfabriken wie die Zeise Schiffsschraubenfabrik, Menck & Hambrock (Bagger-Produktion), Huckauf & Bülle (Maschinenfabrik), Gutmann (Sandstrahlgebläse), diverse Fischfabriken, Tabakfabriken usw. In den 70er. 80er und 90er Jahren schlossen immer mehr dieser Firmen ihre Fabrikationsstätten in Ottensen und der Stadtteil verfiel immer mehr. Der Abriss drohte, Ottensen sollte City-West werden mit direkter Anbindung an die Autobahn. Die Bürger wehrten sich erfolgreich und haben so ein wahres Hamburger Kleinod geschaffen. Wir stellen diesen Stadtteil, die ehemaligen Fabriken und das, was aus den ehemaligen Werksgebäuden geworden ist, hier nach und nach vor.

Maschinenfabrik Theodor Zeise GmbH & Co

Die ehemalige Schiffspropellerfabrik Theodor Zeise GmbH & Co war in der Friedensalle in Ottensen ansässig. Sie wurde 1868 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zur größten Schiffsschraubenfabrik Deutschlands. Sie existierte an diesem Standort bis 1979, musste dann allerdings aufgrund eines Konkurses als letzter Großbetrieb in Ottensen seine Tore für immer schließen. Die Betriebseinrichtungen wurden versteigert, die Fabrikgebäude standen leer. 200 Menschen verloren Ihre Arbeit.

1980 wurde in den ehemaligen Zeise Verwaltungsräumen das Hamburger "Filmbüro" eingerichtet mit Schneideräumen, Tonstudio, Vorführraum und Videowerkstatt. Zu dieser Zeit eröffnete hier ebenfalls das Restaurant "Filmhauskneipe" und etablierte sich schnell als Treffpunkt für Künstler, Schauspieler und Filmschaffende. Das Restaurant existiert heute noch.

Nutzer der "Zeisehallen" sind aktuell das Programmkino "Zeise", eine Tapas Bar, das Restaurant "Eisenstein" und einige Galerien und Kunstwerkstätten.

Die folgenden Fotos der Zeisehallen dürfen wir mit dem Einverständnis der Procom Investitions- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Kommanditges. hier veröffentlichen.

  • Eingang zur ehemaligen ZeisefabrikEingang zur ehemaligen Zeisefabrik
  • In der ZeisehalleIn der Zeisehalle
  • Das Zeise-KinoDas Zeise-Kino
  • Das Zeise KinoDas Zeise Kino
  • Tapas Bar in den Zeisehallen
Tapas Bar in den Zeisehallen
  • Die Gallerie 
Die Gallerie
  • Blick von der Gallerie
Blick von der Gallerie
  • Die Tapas BarDie Tapas Bar
  • Blick in die Zeisehalle  
Blick in die Zeisehalle
  • Gleise der Industriebahn
Gleise der Industriebahn
  • Gleise der IndustriebahnGleise der Industriebahn

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Die ehem. Drahtstiftefabrik J.D. Feldtmann in der Zeißstraße

Diese Ottensener Fabrik produzierte von 1874 bis zu seiner Schließung im Jahre 1985 Drahtnägel. Das Vorderhaus wurde in den Jahren 1861/62 als Wohnhaus errichtet. Bei diesem damals sehr modernen Gebäudetyp handelt es sich um ein sogenanntes Sahlhaus, eines der ersten Mehrfamilienhäuser in Hamburg. Der mittlere Eingang führte in die Wohnung des Obergeschosses, der Eingang links zur linken Wohnung und über den Eingang rechts gelangte man in die rechte Wohnung.

Das Fabrikgebäude im Hinterhaus entstand 1874.

Seit der Stilllegung der Fabrik nutzt das Stadtteilarchiv Ottensen e.V. die Räumlichkeiten wobei die Produktionsanlagen erhalten blieben und zusammen mit dem gesamten Gebäudeensemble unter Denkmalschutz gestellt wurden.

Die Maschinen der Fabrik sind vollkommen intakt und werden auf Wunsch von den Mitarbeitern des Stadtteilarchivs gerne vorgeführt.

  • J.D. Feldtmann ZeissstrasseJ.D. Feldtmann Zeissstrasse
  • Die Drahtstiftefabrik J.D. Feldtmann
Die Drahtstiftefabrik J.D. Feldtmann
  • Im Erdgeschoss der ehem. Fabrik
Im Erdgeschoss der ehem. Fabrik
  • Bei der Arbeit
Bei der Arbeit
  • Das ArchivDas Archiv

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Fa. Gutmann - Völckerstraße 14 - 20

Bis 1980 stellte die Firma Gutmann auf dem Werksgelände in der Völckerstraße Sandstrahlgebläse her. 1899 entstand hier eine Schmiede, 1905 folgte das Kontorhaus. Nach einem Brand im Jahre 1912 wurden die Gebäude wieder aufgebaut. 1922 entstand der Mittelbau zwischen Kontorhaus und Schmiede.

!988/99 erfolgte der Umbau und Sanierung, wobei der Fabrikhallen-Charakter erhalten blieb. Die Sprossenfenster und Backsteinfassaden wurden restauriert.  Die Gleise erinnern daran, dass hier einst die Industriebahn verkehrte, die die Ottensener Fabriken und Gewerke mit Hamburg und dem Umland verband.

Heute sind hier Firmen wie der Carlsen Verlag oder das Foto- und Filmstudio Lichtwerk ansässig.

  • Das KontorhausDas Kontorhaus
  • HofeinfahrtHofeinfahrt
  • Durchfahrt
Durchfahrt
  • Sanierte Gebäude
Sanierte Gebäude
  • Schmiede
Schmiede
  • erhaltene Gleiseerhaltene Gleise

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Georg Dralle Parfüm- und Feinseifenwerke

Die Georg Dralle Parfüm- und Feinseifenwerke produzierten bis Mitte der 1970er Jahre hier in der Gaußstraße in Ottensen. Die Firma wurde 1852 gegründet.

Bekannt war vor allem das Haarwasser Birkin. Der Birkensaft für dieses Produkt wurde in den Wäldern von Bönningstedt bei Hamburg geerntet. 1992 wurde die Firma an L´Oréal verkauft.

  • Ehemalige Dralle-FabrikEhemalige Dralle-Fabrik
  • Hinterhof DralleHinterhof Dralle
  • Hinterhof DralleHinterhof Dralle
  • Das Kino LichtmessDas Kino Lichtmess
  • Kraftwagenanlage
Kraftwagenanlage
  • Werksgelände Firma DralleWerksgelände Firma Dralle
  • VerwaltungsgebäudeVerwaltungsgebäude
  • WerksgeländeWerksgelände

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